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Geschichte

Für jeden Schwimmer der SG Nußloch ist es doch eigentlich selbstverständlich jeden Montag, Donnerstag und Samstag ins Training gehen zu können. Doch kaum einem ist es bewusst, wem wir es zu verdanken haben, seid über 30 Jahren in Nußloch schwimmen zu dürfen. Als ich darauf angesprochen wurde, einen Bericht über die Geschichte unseres Vereins zu schreiben, hatte ich, um ehrlich zu sein, keine Ahnung. Deshalb möchte ich mich im voraus schon mal bei Thilo Hinner und Wolfgang Schneider bedanken, die mich mit ausführlichen Infomaterialien und Fotos versorgt haben.

So jetzt kommen wir wieder zum eigentlichen Thema…

Der erste Schritt für die Gründung unseres Vereins wurde 1966 mit dem Bau der Nußlocher Schwimmhalle getan. Gleich nach der Fertigstellung wurde ein Schwimmkurs, unter der Leitung von Friedrich Reinle, gegründet. Aus dem Schwimmkurs und dem geförderten Schulsport-Schwimmen entstand die Schwimm-AG. Endlich dann am 1.03.1972 beschloss die SG Nußloch eine Schwimmabteilung ins Leben zu rufen. Schon nach kurzer Zeit konnte die 1. Trainingsstunde, unter der Leitung, des staatlich geprüften Schwimmmeisters, Friedrich Reinle und dessen Schwiegersohn Edmund Ulm, statt finden. Durch den ständig wachsenden Zustrom wurden die Trainingszeiten auf 5 Einheiten pro Woche verteilt. Um diese enormen vielen Einheiten überhaupt zu ermöglichen, wurden Friedrich Reinle und Edmund Ulm von Heinz Mergel, Birgit Seiler, Frau Scharschmidt, Christel Erles, Elisabeth und Thomas Heinzmann sowie Erwin Bräunling tatkräftig unterstützt.

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Von links: Ingeborg Beckmann (Schriftführerin), Erwin Bräunling (Stellvert. Abteilungsleiter), Heinz Mergel (Abteilungsleiter), Emil Krotz (Kassenwart)

Schon damals zeichneten sich zwei besondere Merkmale der Schwimmabteilung ab, die auch heute noch ähnlich zutreffen: es war eine Abteilung für Jugendliche, denn 1974 waren von den 165 lediglich 2 und seit 1987 unter den 220 Mitgliedern nur 35 Mitglieder über 25 Jahren. Das Verhältnis 2:1 zwischen Mädchen und Jungen wurde von der Gründung bis heute ähnlich beibehalten.

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Die Schwimmabteilung 1975 mit Abteilungsleiter Erwin Bräunling und den Trainern Friedrich Reinle, Kurt Schwabke, Heinz Mergel, Thomas Heinzmann, Anke Rensch, Christel Erles und Rainer Neuert.

Endlich existierte unser Schwimmverein, doch erst am 15.06.1974 versetzte die erste Mitgliederversammlung die Schwimmabteilung in den Status einer ordentlichen Abteilung.

Damals war:
Abteilungsleiter: Erwin Bräunling
Stellvertreter und Jugendleiter: Heinz Mergel
Kassenwart: Elisabeth Bräunling
Schriftführer: Christel Erles
Pressewart: Elisabeth Heinzmann
Schwimmwarte: Thomas Heinzmann Angelika Schröder, Birgit Seiler.

Die 2. Mitgliederversammlung wurde dann erst wieder am 19.05.1978, anlässlich der Jahreshauptversammlung, einberufen und es fanden Neuwahlen statt. Erwin Bräunling wurde als Abteilungsleiter bestätigt, ebenso Heinz Mergel als Stellvertreter und technischer Leiter, Kassenwart wurde Emil Krotz, Schriftführerin Ingeborg Reckmann, Jugendwart Rainer Neuert, Frauenwart Brigitte Reckmann, Gerätewart Christine Neuert und Kassenprüfer wurden Kurt Mergel und Herwig Hinner.

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15 Jahre Schwimmabteilung

Die erweiterte Abteilung 1987:(von links oben) Ingeborg Reckmann(Schriftführerin), Wiebke Heidtmann(Übungsleiterin), Christine Spieler(techn. Leiterin), Heinz Mergel(Abteilungsleiter), Nicole Neuert(Übungsleiterin), Gabriele Bräunling(Übungsleiterin), Erwin Bräunling(stellvertr. Abteilungsleiter), Brigitte Eppinger(Freizeitgestaltung), Ralf Brehm(Gerätewart), Frank Rensch (Übungsleiter), Thilo Hinner(Übungsleiter); es fehlt: Emil Krotz(Kassenwart).

Durch diese organisatorische Erweiterung, kam es zu erneuter Leistungssteigerung und es wurden mehr Aktive und Mitarbeiter als Kampfrichter gewonnen. Natürlich fingen unsere Schwimmer erst mal auf kleinen Wettkämpfen an, wie zum Beispiel die eigenen Vereinsmeisterschaften. Doch schon nach kurzer Zeit verschafften sich unsere Schwimmer auf bedeutenden Wettkämpfen einen Namen. Dies zeigt sich deutlich bei einer Zusammenfassung der Platzierungen zwischen 1975-1987: insgesamt 44 Siege auf bedeutenden Wettkämpfen ( Heidelberg, Leimen, Brühl, Dossenheim, Eberbach,etc…) und die zweimalige Teilnahme an Deutschen Seniorenmeisterschaften mit beeindruckenden Ergebnissen.

Wenn man dies hier alles so liest, denkt man sich vielleicht, es gab dank dieses unermüdlichen Einsatzes der Abteilung keine Krise. Doch trotz aller Anstrengungen von Seiten der Übungsleiter und der Abteilunsleitung, geriet der Verein in den Jahren 1982 und 1983 in eine Krise mit mehreren Ursachen. Durch organisatorische Maßnahmen, wie Verlegung der Trainingsstunden auf spätere Tageszeiten, Übungsleiterseminare und ein neues Konzept der Trainingsarbeit wurde das Tief überwunden.

Im November 1977 wurde erstmals an die Vereinsmeisterschaften und die anschließende Nikolausfeier auch die Ortsmeisterschaften angehängt.

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Die Nikolausfeier 1985 im Anschluss an die Vereins- und Ortsmeisterschaften.

Es gab nicht immer nur Training und Wettkämpfe, sondern auch Grillfeste, Beiträge zu den SG- Winterfeiern und seit 1982 wird jedes Jahr ein Zeltlager für Jung und Alt für aktive und passive Schwimmer veranstaltet. An dieser Stelle muss man Christine Spieler danken, die sehr lange Zeit das Zeltlager organisiert hat.

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Zeltlager 1983 in Waldmichelbach im Odenwald

Ebenfalls (für manche vielleicht keine Freizeitaktivität) beteiligten sich die NuNis mit einem Stand an der Kerwe.

Leider trat 1986 das ein, wovor sich jeder Verein fürchtete, der auf eine Sportstätte angewiesen ist. Die Schwimmhalle wurde, wegen Renovierungsarbeiten, am 1.9.1986 für vorerst 1 Jahr, letztendlich waren es 1,5 Jahre, geschlossen. Schnell wurde klar, dass so eine lange Durststrecke unmöglich war. Glücklicherweise stellte uns die Gemeinde Schatthausen ihr Schwimmbad und 2 Trainingstage zur Verfügung.

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Eine Trainingsgruppe der Schwimmabteilung 1987 im Hallenbad in Schatthausen: mit Nicole Neuert, Thilo Hinner, Frank Rensch und Ralf Brehm als Trainer bzw. Übungsleiter.

Ebenfalls stellte uns die Judoabteilung freundlicherweise ihren Trainigsraum für regelmäßige Gymnastik zur Verfügung. Trotz dieser guten Lösungen blieben schwerwiegende Folgen nicht aus. Die Gruppe der aktiven und Wettkampfschwimmer schrumpfte bis auf 30 zusammen. Die schwierige Situation des Fahrdienstes, der Wechsel von Übungsleitern und die unvermeidliche Abwanderung der Aktiven zu anderen Vereinen hatte dazu geführt. Doch das Warten hatte sich gelohnt, denn endlich am 30.4.1987 feierten die NuNis die Wiedereröffnung der renovierten Schwimmhalle. Dank einiger reaktivierter Übungsleiter und dem heftigen Rühren der Werbetrommel beim Faschingsumzug und in der Raru überlebte die Schwimmabteilung. Mehr noch wir wuchsen wieder zu ca. 220 Mitgliedern im Jahre 1992 und hielten diese bis heute. Ein kleinen Beitrag zum Aufschwung leistete sicherlich ein Ereignis im Jahre 1988. Seitdem steht, für den Zusammenhalt in der gesamten Abteilung und das Auftreten bei den verschiedensten Anlässen, der Name NuNi. Jetzt war unser Maskottchens das Nußlocher Nilpferd (NuNi) geboren und hat sich schnell durchgesetzt.

Wer und was auch die Assoziationen zu diesem friedlichen, gelassenen und leider auch etwas trägen Tier in dem Vater einer Schwimmerin hervorrief, wir haben unseren NuNi ins Herz geschlossen. Fortan zierte das Logo, mit dem Nilpferd, Handtücher, T-Shirts, Fahnen, Schirme, Rucksäcke, Brieftaschen, Tassen und aus der Raru lächelt es uns entgegen.

Dies war ein Einblick in die Geschichte unserer Abteilung und ich hoffe, dass sie jetzt ein deutlicheres Bild haben.