Zeltlager 2026: Sherlock Holmes und wildes Wetter

Sowohl Wetterkapriolen als auch knifflige Detektivfälle hielten 26 Nunis und – in wechselnder Besetzung – etwa acht Betreuer nicht davon ab, für fünf Tage zu Beginn der Sommerferien ins Zeltlager am Riedsee im hessischen Riedstadt-Leeheim zu fahren.

Bereits einige Tage vor dem diesjährigen Zeltlager war klar, dass die Tage am Riedsee von heißen Temperaturen und möglicherweise Unwettern geprägt werden würden. Entsprechend trafen sich am ersten Ferientag der Sommerferien die Nunis an der Olympiahalle mit jeder Menge Sonnencreme und Kopfbedeckungen im Gepäck, um mit dem Reisebus etwa eine Stunde an den Riedsee zu fahren. Dort hatte die Aufbaumannschaft bereits einen Tag zuvor das Lager aufgebaut. Nach der Ankunft auf der Zeltwiese, der Einteilung der Nunis auf die Zelte und einer kurzen Stärkung gab es bei über 35 Grad kein Halten mehr, und die Nunis machten sich auf, um sich im Riedsee abzukühlen.

Unser Zeltplatz

Während des späten Nachmittags des ersten Tages nahm der Wind kontinuierlich zu, sodass wir Nunis wieder vom See zum Zeltlager zurückkehrten. In dem Moment, als wir am Zeltplatz ankamen, befand sich bereits eines der Zelte aufgrund des Windes im Abflugmodus. Es wurde nur noch von einem Erdnagel gehalten, woraufhin direkt einige Nunis versuchten, das Zelt zu fixieren. Bei der nächsten Böe hob das Zelt jedoch gänzlich ab und landete kopfüber erst wieder in etwa 10 Meter Entfernung. Entsprechend war die Abendbeschäftigung klar: Das Zeltlager zunächst mit Mannes- und Frauenskraft und später mit weiteren Erdnägeln und Heringen gegen den Wind zu sichern. Da es nicht einmal möglich war, die Gaskocher im Küchenzelt anzuzünden, bestellten wir dann am späteren Abend Pizza. Als die Nacht anbrach, war vom Wind nichts mehr zu spüren und wir konnten den Tag bei sommerlichen Temperaturen ausklingen lassen.

Sturm
Morgendlicher Frühsport

Nach der ersten Nacht stand morgens der für einen Sportverein übliche Frühsport auf dem Programm. Etwas verschlafen dehnten sich und joggten die Nunis um die Zeltwiese. Am Vormittag wurde dann das Thema der diesjähren Lagerolympiade vorgestellt: Sherlock Holmes. In Gruppen eingeteilt, mussten die Nunis verschiedene Aufgaben lösen. Begonnen wurde mit dem Gestalten einer Detektiv-Holzlupe. Bei steigenden Temperaturen war bald der Badesee erneut unser Ziel. Weil nun der See nicht ganz so voll wie am Vortag war, konnten wir auch zu einem schwimmenden Trampolin schwimmen. Hier zeigte der ein oder andere Nuni gesprungene Kunststücke kombiniert mit einer eleganten Arschbombe ins Wasser. Am Nachmittag bestand die Aufgabe darin, ein Rollenspiel für einen mysteriösen Kriminalfall zu entwickeln. Mit gegrillten Marshmallows am Lagerfeuer endete der zweite Tag.

Marshmallows grillen am Lagerfeuer

Der dritte Tag begann mit einem respektablen Regenschauer, bei dem die Dichtigkeit der Zelte auf den Prüfstand gestellt wurde. Kleinere und größere Undichtigkeiten konnten provisorisch abgedichtet werden, wobei der ein oder andere bis auf die Knochen nass wurde. Nachdem der Regen wieder abgezogen war, wärmten wir uns mit einer Hühnersuppe auf, nur um eine knappe Stunde später wieder bei über 30 Grad zu schwitzen. Wegen des schlechten Wetters am Vormittag waren wir nahezu die einzigen Badegäste und hatten den See nachmittags quasi für uns. Beim obligatorischen Lagerfeuer am Abend stellten sich die Namensspiele „Peter-Paul“ und „Rippel-Dippel“ als äußerst unterhaltsam heraus.

Lagerfeuerrunde

Am vierten Tag wartete eine Schnitzeljagd auf die Nunis, bei der Rätsel in Sherlock-Holmes-Manier Hinweise auf den Fundort des nächsten Rätsels gaben, die über die Zeltwiese und am Badesee verteilt waren. Nach der Hatz über das Gelände war eine Abkühlung im See mitsamt Eis am Stiel unabdingbar. Abends gab es dann gebratene Maultaschen, bevor ein letztes Highlight des Zeltlagers anstand: Schwimmen im Sonnenuntergang. Da wir auch nach Badeschluss noch Zugang zum Riedsee hatten, nutzen wir die Chance und hatten den See in der Abenddämmerung ganz für uns. Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass sich alle Nunis während des gesamten Zeltlagers an die aufgestellten Regeln hielten, sodass auch trotz phasenweise extrem vieler Badegäste das Schwimmen und Spielen im See sicher möglich war.

Riedsee – wir waren nicht die Einzigen, die Abkühlung suchten
Schwimmen im Sonnenuntergang

Am Morgen des letzten Tages stand dann Packen auf dem Plan. Alle suchten in den letzten Winkeln der Zelte verloren gegangene Socken, Badesachen oder sonstige Kleidung zusammen. Um 12 Uhr mittags wurden die Nunis wieder per Bus nach Nußloch gebracht. Auf der Busfahrt dauerte es keine zehn Minuten, bis fast jedem Nuni die Augen vor Müdigkeit zufielen. Bei weiterhin heißen Temperaturen baute die Abbaumannschaft nach Abreise der Nunis das Zeltlager wieder ab.

Besonders in diesem Jahr wünschen wir allen Kindern und Betreuern gute Erholung!

Zuletzt wollen wir uns bei allen Nunis bedanken, die trotz der Umstände zum Gelingen des diesjährigen Zeltlagers beigetragen haben: Allen Kindern, die trotz des Wetters für eine tolle Stimmung gesorgt haben. Den Betreuern vor Ort, die sich Tag und Nacht um kleine und große Wehwehchen gekümmert haben. Dem Küchenteam, das zweimal täglich den Kochlöffel geschwungen hat. Den Jugendwarten, die ein unterhaltsames Programm vorbereitet haben. Dem Auf- und Abbautrupp, der das Lager bei heißen Temperaturen mitten in der Sonne auf- und abgebaut hat.

— Artikel ohne KI verfasst von Stephan